Die tiergestützte Therapie: Ein starkes Team aus Mensch und Hund
Unter tiergestützter Therapie versteht man alle Maßnahmen, bei denen durch den gezielten Einsatz eines Tieres positive Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten von Menschen erzielt werden sollen. Das gilt sowohl für physische wie für psychische Erkrankungen.
Mensch und Tier als Therapiepaar funktionieren hier immer als Einheit, ihr Verhältnis basiert auf gegenseitigem Vertrauen und Anerkennung.
Einige therapeutische Elemente sind: emotionale Nähe, Wärme und unbedingte Anerkennung durch das Tier. Es werden verschiedenste Techniken aus den Bereichen der Kommunikation, Interaktion, basalen Stimulation u. Lernpsychologie eingesetzt.
Es wird nach den Prager Richtlinien der IAHAIO (International Association of Human – Animal Interaction Organisations) ausgebildet.
Einige Ausbildungsschwerpunkte:
- Umweltsicherheit in verschiedensten Situationen
- Unbedingte Sozialverträglichkeit mit anderen Hunden
- Ausreichender Trainingsstatus und sehr gute Beziehung zum Hundeführer
- Unerschütterliche Freundlichkeit gegenüber fremden Menschen
- Vorsichtiges Annehmen von Futter ohne gieriges Schnappen
Jeder Hund, egal welcher Rasse oder Größe kann ein Therapiebegleithund werden, wenn er folgende Voraussetzungen erfüllt:
- Menschenbezogen und führwillig
- Freundliches Wesen gegenüber Menschen, Hunden und anderen Tieren
- Die Gegenwart des Menschen wird gesucht
- Berührungen und Streicheln ist erwünscht
- Hohe soziale Kompetenz unter Artgenossen
- Sehr hohe Toleranz- und Reizschwelle
- Aggressionsarm
- Nicht übermäßig schreckhaft, weder scheu, ängstlich oder extrem unsicher
- Kontrollierbarer Jagdtrieb
- Kein zu hohes Aktionsbedürfnis
- Gepflegt und sauber
- Gesund und geimpft (regelmäßige Tierarztkontrollen mit Gesundheitsattest)
- Aussehen und Größe primär egal, Größen je nach Einsatzbereich

